Sexuelle Identität in Coaching und Therapie

Schon wieder ein Outing – Sprechen oder Nicht-Sprechen über sexuelle Identität

In Therapie und Coaching stellt die offene Aussprache der eigenen sexuellen Identität oder Orientierung noch immer eine Herausforderung dar. Viele nicht hetero-sexuelle Menschen berichten von dem Gefühl, ihrem*r Therapeutin oder Berater*in gegenüber etwas Entscheidendes vorzuenthalten oder sich zunächst outen zu müssen. Oft herrscht auch hier die beidseitige heteronormative Grundannahme „Mein Gegenüber ist heterosexuell, solange es nichts anderes von sich sagt“. Äußerungen wie „Ihre Partnerin… “ oder „Ihre Frau…“ unterstellen von Anfang an die heterosexuelle Identität des eigentlich schwulen Klienten. Zu offene oder unbestimmte Fragen nach dem Beziehungsstatus wie etwa „Leben Sie allein oder in einer Beziehung“ umgehen das Thema. In beiden Fällen gestaltet sich der Start in die Beratungsbeziehung schwer. Scheint doch etwas über der Situation zu schweben, das verkannt, verschwiegen oder gar nicht erfragt wurde. Das Gefühl, nicht als der in den Beratungsprozess zu gehen, als den du dich selbst siehst, kann daher die offene und vertrauensvolle Beziehung zwischen dir und deinem*r Therapeuten*in belasten. Die Verantwortung, für Offenheit hinsichtlich deiner Sexualität zu sorgen, liegt dann oft bei dir und kann sich als bedrückende Last anfühlen.

Irgendwie anders – irgendwie vertraut

Bei Gay Life Coaching wirst du dieses Problem nicht haben. Vom ersten Gespräch an herrscht Klarheit darüber, dass du dich als nicht-heterosexuellen Mann definierst und dass ich mich als dein Coach oder euer Paarberater ebenso definiere. Unsere Lebenswelt ist an vielen Stellen ‚bunter‘ geworden und wirbt für sexuelle Vielfalt und Toleranz. Die Mehrheit der Menschen lebt und liebt dennoch heterosexuell. Die Sicht auf die Gefühls- und Lebenswelt anderer Menschen wird daher unweigerlich durch eine hetero-normative Brille betrachtet. Dass es außerhalb dieses Rahmens eine vielfältige nicht-heterosexuelle Welt gibt, weiß zwar mittlerweile jede*r. Die ‚Normalität‘ in Sachen Liebe, Sexualität und sexueller Selbstdefinition wird aber in den meisten Fällen im hetero-normativen Rahmen verortet. Spürbar ist dies für dich als homosexueller Mann vielleicht schon einmal durch dieses unbestimmte Gefühl, irgendwie anders zu ticken, geworden.

Gay Life Coaching – Offenheit und Klarheit vom ersten Tag

Es ist eine wissenschaftlich belegte Tatsache, dass nicht-heterosexuelle Menschen früh in ihrer Entwicklung mit dem Gefühl konfrontiert werden, nicht den heteronormativen Erwartungen und Grundannahmen der Mehrheitsgesellschaft zu entsprechen und sich entsprechend verhalten zu müssen. Übervorsichtige Anpassung oder übersteigertes Hervorheben der nicht-heterosexuellen Identität sind zwei Extreme, zwischen dem das Finden einer bejahenden Haltung zur eigenen sexuellen Identität stattfindet. Im besten Fall mit einem Ja zu deiner und zu jeder anderen sexuellen Identität, egal ober hetero- oder nicht-heterosexuell. Nicht selten werden in diesem Prozess Gefühle von Scham, Angst und Unsicherheit wach. Als Coach und Mediator, der sich wie du als nicht-heterosexuell sprich schwul definiert, habe auch ich diese Erfahrungen gemacht und diese Gefühle erlebt. Daraus resultiert für die offene Akzeptanz, die du im Gay Life Coaching von der ersten Sitzung an spüren wirst.